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Pressemitteilung: Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien – Herbstvergabe
Pressemitteilung vom 26. November 2021

Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien Die Jury des Deutschen Übersetzerfonds hat 56 Stipendien in der Gesamthöhe von 258.000 Euro in der letzten Vergaberunde dieses Jahres beschlossen. Die Statistik verzeichnet 14 berücksichtigte Ausgangssprachen, elf Sachbücher, vier Lyrikprojekte, zwei Kinder- und Jugendbücher, zwei Theaterprojekte und, der Bewerbungslage entsprechend, ein breites Spektrum von Prosawerken. 36 der Stipendien werden aus Mitteln des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Bundesregierung gefördert; zu diesen und den weiteren NEUSTART KULTUR-Förderungen erschien am 22.11.2021 eine gesonderte Pressemitteilung.

Der Jury gehörten Regine Elsässer, Karin Krieger, Martin Mittelmeier, Terézia Mora und Uljana Wolf an.

Die nächste Stipendienvergabe erfolgt im März 2022, die Bewerbungsfrist ist der 15. Januar 2022. Weitere Informationen dazu unter www.uebersetzerfonds.de.

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NEUSTART KULTUR – Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien und Projektförderungen
Pressemitteilung vom 22. November 2021

| Pressemitteilung als pdf siehe unten |

223 Förderungen ­– Stipendien für einzelne Übersetzungsvorhaben sowie Projekte von Kultureinrichtungen oder freien Kulturschaffenden – hat der Deutsche Übersetzerfonds im Sommer und Herbst 2021 aus Mitteln des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR der Bundesregierung zuerkannt. Das Gesamtfördervolumen beträgt 1.777.880 Euro, die Auswahl erfolgte in sechs Jurysitzungen. Die NEUSTART-Programme des DÜF werden von der Bundesregierung aus dem Etat für Kultur und Medien bis Ende 2022 mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert.
 

Individuelle Förderungen: 120 Stipendien (448.000 Euro)

Die regulär vom Deutschen Übersetzerfonds angebotenen Stipendien für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer ins Deutsche wurden mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR aufgestockt. Insgesamt 85 Stipendien (299.000 Euro) wurden in zwei Jurysitzungen im Juli und November vergeben an:  

Eskandar Abadi, Alexandra Baisch, Meike Blatzheim, Henning Bochert, Justus Carl, Vincenzo Döring, Cornelia Enger, Claudia Feldmann, Sara Fischer, Harriet Fricke, Stefanie Gerhold, Hans-Dieter Gondek, Thomas Gunkel, André Hansen, Esther Hansen, Cornelius Hartz, Barbara Heller, Hanna Hesse, Maria Hoffmann-Dartevelle, Cornelia Holfelder-von der Tann, Susanne Hornfeck, Eva Jaeschke, Orsolya Kalász und Christian Filips, Claudia Kalscheuer, Theodor Karl Kierdorf, Silke Kleemann, Patricia Klobusiczky, Peter Klöss, Lisa Kögeböhn, Sophia Koltun, Simone Kornappel, Brigitte Korn-Wimmer Antje Korsmeier, Mirko Kraetsch, Janna Krampe, Florian Kranz, Julia Krumm, Peter Kultzen, Birgit Leib, Claudius Lünstedt und Srikarthika Arumugam, Norbert Lange, Conny Lösch, Tünde Malomvölgyi, Felix Mayer, Franziska Muche, Barbara Neeb und Katharina Schmidt, Andrea O’Brien, Anna Opel, Johanna Ott, Silvia Petzoldt, Ursula Pilz, Maximilian Pötzsch, Antje Rávik Strubel, Jayrôme Robinet, Cornelius Reiber, Antje Riley, Timothy Roller, Eva Rönnau, Cornelia Röser, Winfried Roth, Gregor Runge, Birgit Salzmann, Eva Schestag, Jan Schönherr, Daniel Schreiber, Christa Schuenke, Luisa Maria Schulz, Tobias Schwartz, Jennie Seitz, Frank Sievers, Clara Sondermann, Paul Sourzac, Anna Stecher und Frank Meinshausen, Jochen Stremmel, Ursula Christine Sturm, Moussa Sullaiman, Amelie Thoma, Cordula Unewisse, Julien Veh, Julia Veihelmann, Claudia Voit, Stephanie von der Mark, Lisa Wegener, Willi Zurbrüggen, Franziska Zwerg.

Die Radial-Stipendien“ fördern in Deutschland lebende Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Deutschen in andere Zielsprachen in Form von Arbeits-, Initiativ- oder Mobilitätsstipendien. 35 Radial-Arbeits- und Initiativ-Stipendien (insgesamt 149.000 Euro) wurden in zwei Jurysitzungen im Juni und November vergeben an:

Lajos Adamik, Feride Berisha, Charlotte Bomy, Anna  Brovot, Gilberto Calcagnotto Margherita Carbonaro, Young-Rong Choo, Tony Crawford, Flossie Draper und Sam Dolbear, Pauline Fois, Olga Gleiser, Gadi Goldberg, Samir Grees, Mahmoud Hassanein, Kathleen Heil, Pablo Jofré, Manuela Koelke, Sahin Kürküt, Dong Li, Isabelle Liber, Catherine Livet, Ariel Magnus, Abdulkadir Musa, Maia Peter, Nino Osepashvili, Iliana Sánchez Roa, Caroline Schmidt, Sophie Seita, Zouheir Soukah, Olga Teremkova, Drago Tešević, Julie Tirard, Elsa Vonau.

Förderprogramm „extensiv initiativ“: 87 neue Übersetzungsprojekte (825.794 Euro)

Das Programm „extensiv initiativ“ fördert Übersetzungen aus dem Deutschen und ins Deutsche, die auf Initiative der Übersetzerinnen und Übersetzer angestoßen werden. Auch die Verlage werden hierbei unterstützt. Insgesamt 87 Projekte wurden in diesem Sommer von der Jury ausgewählt. Gemeinsam profitieren hiervon 99 Übersetzerinnen und Übersetzer sowie 66 Verlage:

Juliette Aubert-Affholder/ THEATERSTÜCK-VERLAG

Alexandra Berlina/ AST

Ekaterina Bezghina/ Litag Theaterverlag

Nora Elisabeth Bierich/ Edition Architektur und Kultur

Laura Su Bischoff/ Kanon Verlag

Ina Böhme/ Litradukt

Frank Born/ Matthes & Seitz Berlin

Petra Bös/ Magas Verlag

Kirsten Brandt/ Karl Rauch Verlag

Maria Brunner/ Folio Verlag

Anke Caroline Burger/ Verlagsbuchhandlung Liebeskind

Christiane Burkhardt/ nonsolo Verlag

David Burnett/ Twisted Spoon Press

Jenny Bussek/ Matthes & Seitz Berlin

Katja Cassing/ cass verlag

Gunnar Christiansen/ Golden Press

Peter Comans/ Arco Verlag

Claudia Dathe/ Voland & Quist

Almuth Degener/ Draupadi Verlag

Nicola Denis/ Insel Verlag

Yasemin Dincer/ Verlag Klaus Wagenbach

Benjamin Dittmann-Bieber/ Lilienfeld Verlag

Andreas Donat/ Luftschacht Verlag

Christian Driesen u.a./ TEXTEM-Verlagsgesellschaft

Ingo Ebener/ Turia + Kant Verlag

Zuzana Finger/ Parasitenpresse

Dora Fischer-Barnicol/ Matthes & Seitz Berlin

Robert Fischer-Ettel/ Alexander Verlag Berlin

Heike Flemming/ Schöffling & Co. Verlag

Sabine Franke/ Elfenbein Verlag

Christophe Fricker/ Weissbooks

Dieter Fuchs/ Matthes & Seitz Berlin

Marianne Gareis/ Carl Hanser Verlag

Karen Gerwig/ CulturBooks Verlag

Niki Graça und Esther Alexander-Ihme/ Arco Verlag

Bernhard Hartmann/ Arco Verlag

Sybilla Heinze/ Tropen

Frank Henseleit/ Kupido Literaturverlag

Marc Hermann/ Büchergilde Gutenberg

Sven Hiemke/ Bärenreiter-Verlag

Manoela Hoffmann Oliveira/ Autêntica Editora LTDA.

Lea Hübner/ Zwerchfell Verlag

Sabine Hübner/ Carl Hanser Verlag

Andreas Jandl/ THEATERSTÜCK-VERLAG

Kristina Kallert/ Arco Verlag

Mark Kanak/ Twisted Spoon Press

Alexander Kappe u.a./ Shearsman Books Ltd.

Ursula Keller/ Die Andere Bibliothek

Birgit Kirberg/ Urs Engeler

Christiane Körner/ Suhrkamp Verlag

Markus Lemke/ Unionsverlag

Kristof Magnusson/ DÖRLEMANN Verlag

Tünde Malomvölgyi/ danube books Verlag

Sabine Mangold/ Mitteldeutscher Verlag

Chris Michalski/ rua. Kooperative für Text und Regie

Lena Müller/ Spector Books

Marlene Müller-Haas/ Arco Verlag

Karen Nölle, Matthias Fersterer, Helmut W. Pesch/ Memoranda Verlag Hardy Kettlitz

Hans-Christian Oeser/ Edition A B Fischer

Claudia Ott/ Sujet Verlag

Amy Patton/ Sternberg Press

Anatol Preissler/ Litag Theaterverlag

Michaela Prinzinger/ Bahoe Books

Michael Raab/ Drei Masken Verlag

Irene Reinhold/ MaroVerlag

Stefanie Schäfer/ Verlagsbuchhandlung Liebeskind

Eva Schestag/ Matthes & Seitz Berlin

Eduard Schreiber/ Arco Verlag

Philip Schwartz/ Neofelis Verlag

Katerina Shekutkovska/ ArtConnect DOO SKOPJE

Claudia Steinitz/ Psychosozial-Verlag

Jörg Thunecke/ Arco Verlag

Andreas Tretner/ Arco Verlag

Venice Trommer/ InterKontinental Verlag

Michael Turnbull/ Diaphanes Berlin GmbH

Benjamin Voelkel/ Osburg Verlag

Thomas Vogel/ Draupadi Verlag

Stefan Wipplinger/ Hartmann & Stauffacher

Tom Wohlfarth/ Merve Verlag

Garry Zettersten/ UNRAST Verlag

Robert Zwarg/ Neofelis Verlag

Sechs weitere Übersetzerinnen und Übersetzer erhielten ein „extensiv-initiativ“-Stipendium: Matthias Friedrich, Marion Hertle, Nina Lieke, Barbara Mesquita, Maria Rajer und Tevfik Turan.

Projektfonds: 16 geförderte Projekte (504.086 Euro)

Der NEUSTART KULTUR-Projektfonds des Deutschen Übersetzerfonds unterstützt Kultureinrichtungen, aber auch Akteure der freien Szene, die das Übersetzen als Kunst oder auch als soziale Praxis in den Mittelpunkt von Veranstaltungen, Workshops und digitalen Angeboten stellen. In der dritten Förderrunde wurden 16 Projekte mit einem Volumen von insgesamt 504.086 Euro gefördert.

Antragsteller/in / Projekt:

Anja Kootz/ Plainly Visible - Photographs of Translators

Anna Shibarova/ Videoreihe: Übersetzerporträts Russisch

Archive Kabinett e.V./ Kollektives Erstellen eines antikolonialen und feministischen Glossars

Ausland/ Unknown Pleasures Poetry Cast

Bremer Literaturkontor/ Sprache im Herzen - Eine Übersetzungswerkstatt für Jugendliche im Bremer Westen

Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS) der Universität Heidelberg/ TRANSLASIEN – Ein Begegnungs- und Produktionsraum für Übersetzer·innen aus süd- und ostasiatischen Sprachen

Dekoder/ Journalistisches Übersetzen zwischen Kultur, Politik und Ästhetik

Diablog Vision e. V./ META_GRAFES: deutsch-griechische digitale Fortbildungsreihe

Frankfurter Buchmesse/ Frankfurt Übersetzer-Stipendium

Fritzi Friedrich/ Portraitfilm über Esther Kinsky

Johannes Gutenberg-Universität Mainz/ Germersheimer Übersetzerbühne

Kaspershof/ Pfauenfedern

Kollektiv WIESE (Wie es ist)/ Der unsichtbare Prozess

Kulturamt Stadt Münster/ Pathos übersetzen!

Saarländisches Staatstheater/ Primeurs digital

TraLaLit/ TraLaLiest – Literaturübersetzung im Gespräch

Die nächsten Bewerbungsfristen:

  • 30. November 2021 für den Neustart-Projektfonds
  • 15. Januar 2022 für DÜF-Stipendien (für Übersetzerinnen und Übersetzer ins Deutsche) und Radial-Stipendien (für Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Deutschen)
  • 15. Februar 2022 für das Förder-Programm „extensiv initiativ“. Details sind unserer Website zu entnehmen.

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NEUSTART KULTUR: 46 Gastdozenturen für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer
Pressemitteilung vom 10. September 2021

Der Deutsche Übersetzerfonds wird im kommenden Wintersemester 46 literarische Übersetzerinnen und Übersetzer im Rahmen einer Gastdozentur an 39 bundesdeutsche Universitäten und Hochschulen entsenden. Gemeinsam mit Studentinnen und Studenten verschiedenster Fachrichtungen werden sie in Seminaren und Übungen über die vielfältigen Fragen der Übersetzungskultur diskutieren, Texte aller Gattungen analysieren, die Übersetzungspraxis darstellen und ausprobieren. Ermöglicht wird die qualifizierte Erweiterung des Lehrangebots durch die Förderung aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR der Bundesregierung.

Die DÜF-Gastdozent∙innen und ihre Partnerhochschulen im Wintersemester 2021/22 sind:

Zaia Alexander, Institut für Anglistik und Amerikanistik, Bergische Universität Wuppertal. Claudia Amor, Institut für Anglistik und Amerikanistik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Bettina Bach, Institut für Niederländische Philologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Alexandra Berlina, Fach Literaturwissenschaft, Universität Bielefeld. Katharina Waltraud Boll, Institut für Romanistik, Universität Regensburg. Mirko Bonné, Department für Anglistik und Amerikanistik, Ludwig-Maximilians-Universität München. Jürgen Brôcan, Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum. Barbara Christ, Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Erfurt. Nicola Denis, Romanisches Seminar, Universität Mannheim. Brigitte Döbert, Institut für Slawistik, Friedrich-Schiller-Universität Jena. Heike Flemming, Institut für Slawistik und Hungarologie, Humboldt-Universität zu Berlin. Holger Fock, Institut für Übersetzen und Dolmetschen, Universität Heidelberg. Stefanie Gerhold, Institut für Romanistik, Universität Osnabrück. Sabine Giersberg, Institut für Romanistik, Universität Hamburg. Yvonne Griesel, Institut für Slavische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München. Claudia Hamm, Literaturinstitut der Universität Hildesheim. Tanja Handels, Deutsches Literaturinstitut Leipzig, Universität Leipzig. Christian Hansen, Sprach- und Literaturwissenschaften (Romanistik), Universität Bremen. Bernhard Hartmann, Abteilung Slavistik des Instituts für Slavistik, Turkologie und zirkumbaltische Studien, Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Frank Heibert, Seminar für Romanische Philologie sowie Masterstudiengang Komparatistik, Georg-August-Universität Göttingen. Stefanie Jacobs, Institut für Romanistik, Friedrich-Schiller-Universität Jena.  Andreas Jandl, Masterstudiengang Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ursula Keller, Institut für Slavistik, Universität Regensburg. Esther Kinsky, Fächergruppe exMedia, Kunsthochschule für Medien Köln. Volker Klöpsch, Zentrum für Ostasienwissenschaften, Universität Heidelberg. Annette Kopetzki, Institut für Romanistik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.  Alexander Kratochvil, Institut für Slavistik, Technische Universität Dresden. Olaf Kühl, Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte, Technische Universität Berlin. Markus Lemke, Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Lydia Nagel, Institut für Slawistik, Universität Greifswald. Hans Gregor Njemz, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Hans-Christian Oeser, Institut für Geschichtswissenschaft und Literarische Kulturen, Leuphana Universität Lüneburg. Michael Raab, Institut für Germanistik, Arbeitsbereich Komparatistik, Justus-Liebig-Universität Gießen. Olga Radetzkaja, Slavisches Seminar, Universität Tübingen. Stefanie Römer, Institut für Romanistik, Universität Augsburg. Luis Ruby, Institut für Romanistik, Universität Rostock. Eva Schestag, Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt (Main). Katrin Segerer, Romanisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Frank Sievers, Institut für Anglistik und Amerikanistik, Technische Universität Braunschweig. Ulrich Sonnenberg, Institut für Skandinavistik, Frisistik und Allgemeine Sprachwissenschaft, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Dorota Stroińska, Institut für Slavistik, Universität Potsdam. Timea Tankó, Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie, Universität Leipzig. Karin Uttendörfer, Fachrichtung Romanistik, Universität des Saarlandes. Elvira Veselinović, Slavisches Institut, Universität zu Köln. Karolin Viseneber, Fachrichtung Sprachwissenschaft und Sprachtechnologie, Universität des Saarlandes. Friederike von Criegern, Romanisches Seminar, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

Das Programm wird aufgrund der großen Resonanz im Sommersemester 2022 fortgesetzt. Eine Ausschreibung erfolgt in Kürze.

Kontakt: Johanna Steiner, steiner [​at​] uebersetzerfonds.de, Tel. 030-81699663

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Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien: Sommervergabe
Pressemitteilung vom 14.07.2021

Die Vergabe von 97 Stipendien in der Gesamthöhe von 385.000 Euro hat die Jury des Deutschen Übersetzerfonds in ihrer zweiten Vergaberunde dieses Jahres beschlossen. Die Statistik verzeichnet 13 berücksichtigte Ausgangssprachen, sechs
Sachbücher, fünf Lyrikprojekte, vier Kinder- und Jugendbücher, zwei Comics, ein Theaterstück und, der Bewerbungslage
entsprechend, ein breites Spektrum von Prosawerken.

49 Stipendien werden aus dem Programm „NEUSTART KULTUR“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Zu diesen und den weiteren NEUSTART KULTUR-Förderungen erscheint in Kürze eine gesonderte Pressemitteilung.

Der Jury gehörten Sabine Berking, Anna Leube, Kristof Magnusson, Martin Mittelmeier und Burkhard Müller an.

Die nächste Stipendienvergabe erfolgt im November 2021, die Bewerbungsfrist ist der 15. September 2021. Weitere Informationen dazu unter www.uebersetzerfonds.de.

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Pressemitteilung vom 2. Juli 2021
Françoise Sorel gewinnt Apollinaire-Übersetzungswettbewerb | Abdruck der Übersetzung in der FAZ am 3. Juli 2021

Die in Bordeaux lebende Deutschlehrerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin (Ph. D.) der Universität Bordeaux Montaigne Françoise Sorel hat den gemeinsam vom Deutschen Übersetzerfonds, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Institut Français ausgelobten Übersetzungswettbewerb gewonnen. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wird am Freitagabend im Rahmen einer Veranstaltung im Literarischen Colloquium Berlin überreicht.

Gegenstand des Wettbewerbs waren zwei Briefe Guillaume Apollinaires aus dem berühmten Briefkonvolut „Lettres à Lou“ (© Editions Gallimard, Paris 1969), den Briefen an seine Geliebte Louise de Coligny-Châtillon aus den Kriegsjahren 1914 und 1915. In einem anonymisierten Verfahren hatte die Jury (Brigitte Große, Marie Luise Knott, Aurélie Maurin, Tilman Spreckelsen, Anne Weber) 331 deutsche Übersetzungen zu prüfen. Die Wahl fiel auf die von Françoise Sorel  eingereichte Version:

„Sorels Stil und ihre lexischen wie rhythmischen Entscheidungen überzeugen. Die Feinheiten der Verschiebungen und Verknappungen, die sie dem französischen Original abgelauscht und ins Deutsche übertragen hat, ist ein grandioses Beispiel, wie sie allen Elementen des Originals traut – den Gleitmomenten, den Höhenflügen und den Brüchen gleichermaßen. Die präzisen, äußerst sinnlichen Bilder der Briefe, die französischen Militaria ebenso wie die umgangssprachlichen Einsprengsel überträgt Sorel mit ebensogroßer Selbstverständlichkeit wie die kleinen Auslassungen, die, der Hast der Sehnsucht geschuldet, dem Original seinen „Geschmack“ geben. Die kleinen Signale des Französischen werden im Deutschen weder vergrößert noch abgeschliffen, sondern schlicht transportiert und transponiert. Ist es ein Zufall oder ein Zeichen in diesen globalen Zeiten, dass die Gewinnerin eine französische Muttersprachlerin ist, die ihr Deutsch über Jahrzehnte an literarischen Texten schulte?“

Françoise Sorel studierte Germanistik in Bordeaux und promovierte mit einer Arbeit über Peter Stamms Erzählungen. Ihre wissenschaftlichen Interessen liegen auf der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur; sie publizierte Studien über Vladimir Vertlib, W.G. Sebald und zuletzt über die deutschen Übersetzungen von Joris-Karl Huysmans Roman „A Rebours“.

Die Übersetzung wird am 3. Juli 2021 mit einem begleitenden Essay in der FAZ abgedruckt.

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Karin Betz wird August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin
Pressemitteilung vom 1.6.2021

Deutscher Übersetzerfonds fördert Lehrtätigkeit im Wintersemester 2021/22

Die in Frankfurt/Main lebende Übersetzerin Karin Betz wird im Wintersemester 2021/22 die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung bekleiden. Die vom Deutschen Übersetzerfonds und der Freien Universität Berlin 2007 ins Leben gerufene Gastprofessur ist die erste Professur für Poetik der Übersetzung im deutschsprachigen Raum und wird jährlich im Wintersemester am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eingerichtet.

Karin Betz hat in Frankfurt am Main, Chengdu (VR China) und Tokio (Japan) moderne und klassische Sinologie, Philosophie und Politik studiert und zunächst im Kulturaustausch gearbeitet. Seit 2009 ist sie im Hauptberuf Übersetzerin chinesischer, manchmal auch englischer und spanischer Literatur, u.a. von Literaturnobelpreisträger Mo Yan, Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, Friedenspreisträger Liao Yiwu oder dem populären Science-Fiction-Autor Liu Cixin. Die chinesische Gegenwartsliteratur steht im Zentrum ihres übersetzerischen Werks, für das sie 2013 mit dem Zuger Anerkennungspreis für die Übersetzung von „Die Wiedergeburt der Ameisen“ von Liao Yiwu und dem Übersetzerpreis des chinesischen Schriftstellerverbands 2017/18 für Yan Ges „Frau Duan feiert ein Fest“ ausgezeichnet wurde. Als Übersetzerin und Kulturvermittlerin engagiert sich Karin Betz auf vielfältige Weise – in akademischen Zusammenhängen (u.a. als Dozentin an der Uni Göttingen, der Uni Nanjing und der Fremdsprachenuniversität Guangzhou) genauso wie als Leiterin von Übersetzungsworkshops, als Jurorin und Rezensentin oder auch als DJ von Tango Argentino.

„Poetik der Übersetzung“ – der anspruchsvolle Titel der Gastprofessur an der Freien Universität ist Programm. Seit ihrer Einrichtung hat sich die Professur als exponierter Ort der historischen Reflexion von Methoden und Theorien literarischen Übersetzens und der literatur- und kulturgeschichtlichen Relevanz des Übersetzens etabliert. Das schließt die kritische Reflexion eigener und fremder Übersetzungsmethoden ebenso ein wie die vergleichende Textanalyse. August Wilhelm von Schlegel symbolisiert als Namenspatron der Professur den poetologischen Anspruch des Übersetzens: In seinem Schaffen verbinden sich philologische Forschung, eigene Dichtung und literarische Übersetzung miteinander. Nicht zuletzt seine Übersetzungen aus dem Altindischen (Bhagavad-Gita), dem Italienischen (Dante), dem Spanischen (Calderón, Cervantes) und dem Englischen (Shakespeare) machen ihn zu einer Schlüsselfigur der Literaturtheorie als Translationstheorie.

Ihre öffentliche Antrittsvorlesung wird Karin Betz Anfang November halten. Ort und genauer Zeitpunkt werden noch bekannt gegeben.

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Zweite Förderrunde des Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen von „NEUSTART KULTUR“
Pressemitteilung vom 28.4.2021

Der Deutsche Übersetzerfonds fördert in diesem Frühjahr 148 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen in Höhe von 1,662 Mio. Euro aus Mitteln des NEUSTART KULTUR-Programms. Von vier unabhängigen Jurys ausgezeichnet wurden individuelle literarische Übersetzungsvorhaben ebenso wie digitale Angebote und Projekte, die das literarische Übersetzen und seine Akteure auf vielfältige Weise ins Zentrum rücken. Die NEUSTART-Programme des DÜF werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bis Ende 2022 mit insgesamt acht Millionen Euro gefördert.
 

Individuelle Förderungen: 69 Stipendien (257.000 Euro)

Das reguläre Stipendienangebot des Deutschen Übersetzerfonds für literarische Übersetzer·innen ins Deutsche wird durch „NEUSTART KULTUR“-Mittel erweitert. 47 Bewerber·innen waren erfolgreich (insgesamt 158.000 Euro):

Christine Ammann, Dina Bijelić, Hedwig M. Binder, Frank Böhmert, Klaus Bonn, Mirko Bonné, Tobias Burghardt, Ursula Deuker, Lydia Dimitrow, Anna Eble, Anne Emmert, Birgit Erdmann, Carolin Farbmacher, Zuzana Finger, Peter Groth, Hana Hadas, Jonis Hartmann, Stefanie Jacobs und Jan Schönherr, Selin Kavak, Stefanie Frida Lemke, Sophia Lindsey, Martina Lisa, Lydia Nagel, Hans Gregor Njemz, Anna Opel, Marilena Opferkuch, Mareike Philipp, Corinna Popp, Christiane Quandt, Lothar Quinkenstein, Cornelius Reiber, Franka Reinhart, Corinna Rodewald, Sabine Roth, Eva Schestag, Gundula Schiffer, Ulrike Schimming, Birgit Schmitz, Katrin Segerer und Hanna C. Fliedner, Christiane Sixtus, Amelie Thoma und Anne Sudmann, Stephen Tree, Nicolai von Schweder-Schreiner, Werner Waas, Frank Weigand, Stefan Wieczorek, Florian Wolfrum.

Die „Radial-Stipendien“ werden in Kooperation mit dem TOLEDO-Programm vergeben und fördern erstmals in Deutschland lebende Übersetzer·innen aus dem Deutschen in andere Zielsprachen in Form von Arbeits-, Initiativ- oder Mobilitätsstipendien. 22 Radial-Stipendien (insgesamt 99.000 Euro) werden in diesem Frühjahr vergeben an:

Marwa Abidou (Arabisch), Haroun Ahmed (Arabisch), Juliette Aubert-Affholder (Französisch), Riccardo Cravero (Italienisch), Roberta Gado (Italienisch), Iain Galbraith (Englisch), Dang-Lanh Hoang (Vietnamesisch), Kameran Hudsch (Arabisch), Saied Pirmoradi (Persisch/Farsi), Slavo Šerc (Slowenisch), Corina Bernic (Rumänisch), Juana Burghardt (Spanisch), Sofia Carrà (Italienisch), Dania D’Eramo (Italienisch), Nathalie Frank (Französisch),  Pablo Jofré (Spanisch), Anne Posten (Englisch), Gangaamaa Purevdorj (Mongolisch), Bradley Schmidt (Englisch), Anne-Sophie Seidler (Französisch), Leonid Shub und Joseph Shub-Oseledchik (Russisch), Zofia Sucharska (Polnisch).
 

extensiv initiativ: 64 neue Übersetzungsprojekte (insgesamt 610.000 Euro)

„extensiv initiativ“ fördert Übersetzungen aus dem Deutschen und ins Deutsche, die auf die Initiative der Übersetzer·innen zurückgehen. 64 anspruchsvolle Projekte werden durch die Zuschüsse realisiert, 76 Übersetzer·innen und 56 Verlage sind dabei involviert:

Übersetzer·innen / Verlag

  • Milena Adam/ Matthes & Seitz Berlin
  • Arna Aley/ ANTANUKAS.LT
  • Ursel Allenstein/ Schöffling & Co. Verlag
  • Bettina Bach/ Residenz Verlag
  • Sigrid Behrens/ Drei Masken Verlag
  • Karin Betz/ Matthes & Seitz Berlin
  • Kathrin Bielfeldt/ Argument Verlag mit Ariadne
  • Vera Bischitzky/ Carl Hanser Verlag
  • Elvira Bittner/ rüffer & rub Sachbuchverlag
  • Svenja Blum/ Editorial Jenior
  • Christiane Böhler-Auras/ Verlag Schiler & Mücke
  • Irina Bondas und Felix Schiller/ PalmArt Press
  • Andreas Brunstermann, Kerstin Reimers und Nils Hinnerk Schulz/ Osburg Verlag
  • Annette Bühler-Dietrich/ Edition Noack & Block
  • Dorothee Calvillo und Jens Fischer/ Herder Verlag
  • Leila Chammaa/ Edition Faust
  • Ksenija Chochkova Giese/ Goten Grup DOOEL Skopje (Goten Publishing)
  • Edina Covic-Vucic/ Verlag Lijepa riječ
  • Jürgen Ghebrezgiabiher/ Maxime-Verlag
  • Recai Hallaç/ Sujet Verlag
  • Josefine Haubold/ AvivA Verlag
  • Christine Hengevoß/ Mitteldeutscher Verlag
  • Maria Hoffmann-Dartevelle/ Draupadi Verlag
  • Cathrine Hornung/ Folio Verlag
  • Lea Hübner/ Parallelallee Verlag
  • Norbert Hummelt/ Verlag Das Wunderhorn
  • Abdullah Incekan/ Reichert Verlag
  • Laurine Irmer und Beatrice Cordier/ Parasitenpresse
  • Giorgi Jamburia/ Pegasus Verlag
  • Pablo Jofré/ Cuarto Propio
  • Adrian Kasnitz und Wassiliki Knithaki/ Parasitenpresse
  • Filip Kazmierczak und Anke Bastrop/ Verlagshaus Berlin
  • Michael Kellner/ Aufbau Verlag
  • Brigitte Korn-Wimmer/ THEATERSTÜCK-VERLAG
  • Ioanna Kostopoulou/ Turia + Kant Verlag
  • Alexander Kratochvil u.a./ Residenz Verlag
  • Benjamin Langer/ Schenk Verlag
  • Elizabeta Lindner/ Verlag Art Equlibrium
  • Ruth Löbner/ Edition Amikejo
  • Ivana Maurovic/ InterKontinental Verlag
  • Bożena Meske/ Fundacja Edukacji Otwartej NetEdukator
  • Sabine Müller und Holger Fock/ Bilgerverlag
  • Maximilian Murmann/ homunculus verlag
  • Matthias Naumann/ Neofelis Verlag
  • Elena Pallantza/ Verlag Reinecke & Voß
  • Anke Pfeifer/ Mitteldeutscher Verlag
  • Elke Ranzinger/ Weidle Verlag
  • Hannes Riffel und Andreas Fliedner/ Memoranda Verlag Hardy Kettlitz
  • Stefan Ripplinger/ Urs Engeler /roughbooks
  • Tobias Roth/ Verlag Das Kulturelle Gedächtnis
  • Margarita Ruppel/ Unrast Verlag
  • Dirk Schäfer und Geneviève Granier-Nerlich/ Per H. Lauke Verlag
  • Andrea Schellinger/ Elfenbein Verlag
  • Renate Schmidgall/ Secession Verlag
  • Katharina Schmidt und Barbara Neeb/ mareverlag
  • Lena Schmidt/ Merve Verlag
  • Tim Schneider/ Hentrich & Hentrich Verlag
  • Timea Tankó/ Secession Verlag
  • Beate Thill/ Verlag Das Wunderhorn
  • Karen Tortzen/ Forlaget Silkefyret
  • Elvira Veselinović/ eta Verlag
  • Florian Weber/ Editorial Jenior
  • Jan Wilm/ Matthes & Seitz Berlin
  • Sebile Yapici/ Dağyeli Verlag             
     

Projektfonds: 15 geförderte Projekte (insgesamt 795.000 Euro)    

Der Neustart Projektfonds des Deutschen Übersetzerfonds unterstützt Kultureinrichtungen, aber auch Akteure der freien Szene, die das Übersetzen als Kunst oder auch als soziale Praxis in den Mittelpunkt von Veranstaltungen, Workshops und digitalen Angeboten stellen. In diesem Frühjahr werden 15 Projekte mit insgesamt 795.000 Euro gefördert.

Antragsteller·in/ Projekt

  • nonsolo Verlag/ Die kongeniale Übersetzung
  • EURODRAM - Deutschsprachiges Komitee/ Präsentation der Auswahl 2021 und Übersetzerförderung
  • Verband deutschsprachiger Übersetzer/ Zeitschrift ÜBERSETZEN - Das Gedächtnis des VdÜ
  • Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V./ Übersetzerwerkstatt Kein Kinderspiel! 2021
  • Translit e.V./ Übersetzer*innenblick. Essay – Text – Clip
  • Europäisches Laboratorium e. V./ Dante deutsch
  • Literarisches Colloquium Berlin e.V./ VOOO - Villa of One’s Own
  • Institut français Deutschland/ Nuits de la traduction: Im Herzen der Gewalt
  • afroTopia e.V./ Über-Setzung: Innovative Formen und Herausforderungen von Literaturübersetzungen im Kontext der darstellenden Künste
  • AGORA - Gesellschaft für Literatur, Kunst und Kultur e.V./ Die Sprache Europas ist die Übersetzung – Ein Europa-Tag der Übersetzerinnen und Übersetzer in Bad Oeynhausen
  • Freundeskreis Literaturhaus Heidelberg e.V.: Übersetzerpreis Ginkgo-Biloba für Lyrik 2021
  • Johannes Gutenberg Universität Mainz/ UeLEX Neustart
  • WortErben gGmbH/ Aufbau Infrastruktur der WortErben gGmbH
  • Netzwerk Lyrik e.V./ Symposium zur Lyrikübersetzung im Literaturhaus Halle
  • ITI Zentrum Deutschland/ Theaterübersetzen+
     

Die nächsten Bewerbungsfristen:
30. April 2021 für den Neustart-Projektfonds; 15. Mai 2021 für DÜF-Stipendien (für Übersetzer·innen ins Deutsche) und Radial-Stipendien (für Übersetzer·innen aus dem Deutschen); 15. Juni 2021 für das Förder-Programm „extensiv initiativ“.

Jürgen Jakob Becker, Geschäftsführer
Deutscher Übersetzerfonds
Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Tel. 030 – 81 69 96 25
becker@uebersetzerfonds.de
www.uebersetzerfonds.de

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Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien: Frühjahrsvergabe
Pressemitteilung vom 19.04.2021

Die Vergabe von 92 Stipendien in der Gesamthöhe von 400.000 Euro hat die Jury des Deutschen Übersetzerfonds in ihrer ersten Vergaberunde dieses Jahres beschlossen. Die Statistik verzeichnet 24 berücksichtigte Ausgangssprachen, elf Lyrikprojekte, zehn Kinder- und Jugendbücher, sieben Sachbücher, sechs Theaterprojekte, vier Essays, zwei Graphic Novels und, der Bewerbungslage entsprechend, ein breites Spektrum von Prosawerken.

47 Stipendien werden aus dem Programm „NEUSTART KULTUR“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Zu diesen und den weiteren NEUSTART KULTUR-Förderungen erscheint in Kürze eine gesonderte Pressemitteilung.

Der Jury gehörten Sabine Berking, Regine Elsässer, Karin Krieger, Sabine Küchler und Uljana Wolf an.

Die nächste Stipendienvergabe erfolgt im Juli 2021, die Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2021. Weitere Informationen dazu unter www.uebersetzerfonds.de.

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Übersetzungswettbewerb
Mon Lou adoré - Ausschreibung eines öffentlichen Übersetzungswettbewerbs | in Kooperation mit der F.A.Z. und dem Institut Français | Bewerbungsschluss: 31. Januar 2021 | Preisgeld: 2.000 Euro

Zum zweiten Mal veranstaltet der Deutsche Übersetzerfonds einen öffentlichen Übersetzungs­wettbewerb. Diesmal ist die Ausgangssprache Französisch. Gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Institut Français fragen wir erneut: Was ist eine gute Übersetzung?

Ausgewählt wurden dieses Mal zwei gut einhundert Jahre alte Briefe des Dichters Guillaume Apollinaire an seine Geliebte Louise de Coligny-Châtillon. Guillaume Apollinaire, geboren als Wilhelm Albert Włodzimierz Apolinary de Wąż-Kostrowicki, war 34 Jahre alt, als er 1914 Louise de Coligny-Châtillon begegnete – ein coup de foudre, wie man weiss. Doch Apollinaire zog es in den Krieg. Und so bezeugen die Briefe eine große Leidenschaft und sind gleichzeitig atemberaubende Zeugnisse des Kriegsalltags. 1916 erlitt er eine schwere Kopfverletzung. Die Kriegsverwundung überlebte er, nicht aber die Pandemie: Am 9. November 1918, zwei Tage vor dem Waffenstillstand, starb er an der Spanischen Grippe. Apollinaires „Briefe an Lou“ gehören zu den schönsten Liebesbriefen der französischen Literatur.

Der Wettbewerb steht allen Interessierten offen. Die eingesandten Texte werden anonymisiert an die Jury (Thomas Brovot, Brigitte Große, Aurélie Maurin, Tilman Spreckelsen, Anne Weber) weitergegeben.

Die beste Übersetzung wird mit einem Preisgeld von 2.000 Euro prämiert und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgedruckt. Einreichungen sind bis zum 31. Januar 2021 mit Angaben zur Person (Name, Anschrift, Telefonnummer, Mailadresse) per Mail mit PDF-Anhang (1 Datei) an wettbewerb [​at​] uebersetzerfonds.de zu senden. Auf der Datei der Übersetzung sollten keine Namenshinweise vorhanden sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ausschreibung und Ausgangstext als PDF zum Download

Erste Förderungen des Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen von „NEUSTART KULTUR“
Pressemitteilung vom 3.12.2020

Der Deutsche Übersetzerfonds vergibt im Rahmen von „NEUSTART KULTUR“ die ersten Förderungen: 60 Stipendien, 51 Übersetzungen im Programm „extensiv initiativ“ und 15 Projekte wurden von den Jurys ausgewählt; Gesamtvolumen: 1,684 Mio. Euro. Im Zentrum stehen dabei die literarischen Übersetzer·innen selbst und die Entfaltung ihrer künstlerischen Produktivität. Die DÜF-Förderprogramme werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bis Ende 2021 mit insgesamt 5 Mio. Euro ausgestattet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt dazu: „Es ist eine gute Nachricht, dass auch die Angebote des Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR auf große Resonanz treffen. Gerade in Zeiten, in denen Reisebeschränkungen und Abstand zu Bürgerpflichten werden, entführen Übersetzerinnen und Übersetzer uns in ferne geistige Welten, und wir können Fühlung aufnehmen mit fremden Kulturen. Mich beeindruckt immer wieder, mit welchem Einfühlungsvermögen sie Texte und literarische Kunstwerke kongenial aus anderen Sprachen ins Deutsche übersetzen. Erst durch die Arbeit der Übersetzerinnen und Übersetzer wird so die Literatur der Welt für uns alle zugänglich und erlebbar.“

 

Individuelle Förderungen: 60 Stipendien (222.000 Euro)

Das reguläre Stipendienangebot des Deutschen Übersetzerfonds wurde erweitert. Davon profitieren 34 Übersetzer·innen ins Deutsche (insgesamt 109.500 Euro):

Marie-Luise Alpermann, Hannes Becker, Alexandra Berlina, Elvira Bittner, Meike Blatzheim und Sarah Onkels, Ina Böhme, Roland Bohnes, Ulrike Brauns, Justus Carl und Franziska Hüther, Katharina Diestelmeier, Maria Luisa Glassl, Hanna Granz, Maria Hummitzsch, Gudrun Ingratubun, Barbara Kleiner, Doris Kouba, Florian Kranz, Tobias Lehmkuhl, Freyja Melsted, Werner Petermann, Lilian Pithan, Maria Rajer, Hella Reese, Claudia Riefert, Bernhard Robben, Charlotte Roos, Klaudia Ruschkowski, Gabriele Schneider, Leonid Shub und Joseph Shub-Osledchnik, Daniela Stilzebach, Ulrike Syha, Stephen Tree, Johanna Wais, Kordula Witjes.

Die Radial-Stipendien werden gemeinsam mit dem TOLEDO-Programm vergeben und nehmen erstmals die stark gewachsene Gruppe der in der Bundesrepublik lebenden Übersetzer·innen aus dem Deutschen in andere Zielsprachen in den Blick. 26 Bewerber·innen kommen in diesem Herbst in den Genuss einer Förderung (Volumen: 112.500 Euro):

Ali Abdollahi (Persisch), Lajos Adamik (Ungarisch), Simone Aglan-Buttazzi (Italienisch), Mustafa Al-Slaiman (Arabisch), Shane Anderson (Englisch), Anna Brovot (Russisch), David Burnett (Englisch), Margherita Carbonaro (Italienisch), Ryan Eyers (Englisch), Ahmed Farouk (Arabisch), Mário Gomes (Portugiesisch), Samir Grees (Arabisch), Anna Hörmander Plewka (Schwedisch), Mark Kanak (Englisch), Agnieszka Karas (Polnisch), Stéphanie Lux (Französisch), Danielle Naves de Oliveira (Bras. Portugiesisch), Sool Park (Koreanisch), Alexandre Pateau (Französisch), Virginie Pironin (Französisch), Laura Radosh (Englisch), Barbora Schnelle (Tschechisch), Drago Tešević (Bosnisch), Chunhua Wang (Chinesisch), Maj Westerfeld (Dänisch), Deng Zhang (Chinesisch).

 

„extensiv initiativ“: 51 neue Übersetzungsprojekte (492.500 Euro)

Das neue Programm extensiv initiativ aktiviert Übersetzer·innen als Initiatoren neuer Übersetzungsprojekte und bezieht die Verlage als Partner mit ein – Zuschüsse zu den Übersetzungskosten helfen bei der Realisierung schwieriger Projekte. Die 51 geförderten Publikationen – neben Erzählwerken 7 Lyrikbände, 5 Theatertexte, philosophische und essayistische Werke und eine Graphic Novel – tragen zur Vielfalt unserer literarischen Kultur bei:

Übersetzer·in / Verlag

Angelica Ammar / Verlag Klaus Wagenbach

Christine Battermann / Secession Verlag

Zoë Beck, / CulturBooks

Renate Bleibtreu / Berenberg Verlag

Jürgen und Adelheid Dormagen / Dörlemann Verlag

Marta Eich / Prostor

Sonja Finck / Invisibles Theaterstückverlag

Anna Galt / Henschel Verlag

Anette Grube / Orlanda Verlag

Caroline Gutberlet / Hanser Verlag

Gabriele Haefs u.a. / Guggolz Verlag

Oul Han / Jung Books

Sandra Hetzl / mikrotext Verlag

Katharina Hinderer / Mitteldeutscher Verlag

Alain Jadot / zero sharp

Rubaica Jaliwala / Kulturverlag Kadmos

Marta Kijowska / Schöffling Verlag

Ulrike Kretschmer / Hanser Verlag

Aleksandra Ksenofontova / Spector Books

Felix Kurz / Edition Nautilus

Markus Lemke / Secession Verlag

Anna Leube / Verlag Klaus Wagenbach

Maja Linnemann / Drachenhaus Verlag

Peter Oliver Loew / Frankfurter Verlagsanstalt

Henrieke Markert / Avant Verlag

Lydia Nagel / Theater der Zeit

Danica Nain Rudović / LIJEPA RIJEČ

Pociao / Kupido Verlag

Douglas Pompeu / Edições Jabuticaba

Nadine Püschel / Edition Nautilus

Marcus Roloff und Geraldine Gutiérrez-Wienken / Hochroth Verlag

Teresa Ruiz Rosas / Editorial Tres Molins

Kurt Scharf / Sujet Verlag

Ilka Schlüchtermann / Osburg Verlag

Sabine Schulz / Diaphanes Verlag

Tobias Schwartz / AvivA Verlag

Elena Sciarra / Einaudi

Paul Sourzac / Secession Verlag

Uda Strätling / Spector Books

Bisera Suljic-Boskailo / Bosanska Rijec

Rosemarie Tietze / Drei Masken Verlag

Tevfik Turan / Jaguar Kitap

Sabine Voß / Ink Press

Theo Votsos / Keimena

Jan Wagner / Hanser Berlin

Lisa Wegener und André Hansen / Neofelis Verlag

Frank Weigand und Leanne Raday / Suhrkamp Theaterverlag

Thomas Weiler / Voland & Quist

Eva Ruth Wemme / homunculus Verlag

Julia Wolf / Hanser Berlin

Achim Wurm / Springer/Metzler


Projektförderungen (969.596,50 Euro)

Ein mit 1,5 Mio. Euro ausgestatteter Projektfonds unterstützt neue Angebote von Kultureinrichtungen und Initiativen der freien Szene, die sich dem literarischen Übersetzen und seinen Protagonisten widmen. Insgesamt 969.596,50 Euro wurden für 15 Projekte in der ersten Förderrunde bewilligt.

Antragsteller / Projekt

Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung / Trans | Droste

Instituto Cervantes Berlin / Translator’s Choice

ITI Germany / Podcast: Über Übersetzen

Berliner Literarische Aktion e.V. / texthelden – Berlin setzt über

Weltlesebühne e. V. / Berliner Festival für Literaturübersetzung und Aufbau Digitale Weltlesebühne

Literaturbrücke Berlin e.V. / Neue Räume für Lyrikübersetzung und ÜbersetzerInnen auf Lyrikline

Forum Mare Balticum e.V. / Nord Stream 3

Öffentliche Bibliothek Rangsdorf / Mein Russland – Übersetzungswerkstatt mit Jugendlichen

Europäisches Übersetzer-Kollegium NRW in Straelen e.V. / Auf- und Ausbau der digitalen Infrastruktur

Attico / Lectura Dantis in 33 Gesängen

Literaturhaus Freiburg / Café international: Freiburg auf Weltempfang

Drama Panorama Forum für Übersetzung und Theater e. V. / Übersetzer:innen machen Theater

EuregioKultur e.V. / Die Euregio liest – Euregio-Schüler-Literaturpreis

Literaturhaus Bonn e.V. / Themenreihe Übersetzung

LesArt / Arabische Bilder(buch)welten übersetzen

Die nächsten Einreichfristen: 15. Januar 2021 für DÜF-Stipendien (für Übersetzer·innen ins Deutsche) und Radial-Stipendien (für Übersetzer·innen aus dem Deutschen in andere Sprachen); 31. Januar 2021 für den Neustart-Projektfonds; 15. Februar 2021 für das Neustart-Programm „extensiv initiativ“. Details sind unserer Website zu entnehmen.

Jürgen Jakob Becker, Geschäftsführer

Deutscher Übersetzerfonds
Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Tel. 030 – 81 69 96 25
becker@uebersetzerfonds.de
www.uebersetzerfonds.de

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Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien: Herbstvergabe
Pressemitteilung vom 1.12.2020

Die Vergabe von 104 Stipendien in der Gesamthöhe von 485.500 Euro hat die Jury des Deutschen Übersetzerfonds in ihrer dritten Vergaberunde dieses Jahres beschlossen. Die Statistik verzeichnet 19 berücksichtigte Ausgangssprachen, 14 Sachbücher, 9 Lyrikprojekte, 9 Kinder- und Jugendbücher, vier Theatertexte, drei Essaybände, ein Comicprojekt und, der Bewerbungslage entsprechend, ein breites Spektrum von Prosawerken.

34 der Stipendien werden aus dem Programm „NEUSTART KULTUR“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Zu diesen und den weiteren NEUSTART KULTUR-Förderungen erscheint am 3. Dezember eine gesonderte Pressemitteilung.

Der Jury gehörten Sabine Küchler, Anna Leube, Kristof Magnusson, Terézia Mora und Burkhard Müller an.

Die nächste Stipendienvergabe erfolgt im März 2021, die Bewerbungsfrist ist der 15. Januar 2021. Weitere Informationen dazu unter www.uebersetzerfonds.de.

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Erklärung der Bundeskulturfonds
Pressemitteilung vom 17.11.2020

Die Kunst hält durch!
4.000 Förderungen – 15.000 Anträge – Förderbedarf unverändert hoch

Nach nur fünf Monaten des BKM-Programms NEUSTART KULTUR haben die sechs Bundeskulturfonds – der Deutsche Literaturfonds, die Stiftung Kunstfonds, der Fonds Soziokultur, der Fonds Darstellende Künste, der Deutsche Übersetzerfonds und der Musikfonds – bereits 15.000 Anträge begutachtet und 4.000 Förderungen für Stipendien und Kunst- und Kulturprojekte ermöglicht. Da noch weitere Ausschreibungen folgen, rechnet die Arbeitsgemeinschaft der Bundeskulturfonds mit noch deutlich mehr Anträgen und Förderungen bis Ende 2021. Hinter diesen Zahlen steht ein Vielfaches an beteiligten meist freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten, die in ganz Deutschland den Erhalt, den Zugang und die Weiterentwicklung von Kultur garantieren.

Für die international hoch geschätzte freie Kunstszene sind die Bundeskulturfonds seit jeher wichtige Partner zur Realisierung bundesweit relevanter Projekte. Sie sorgen für den Erhalt der einmaligen Vielfalt unserer heimischen Kulturszene. Die Corona-Krise hat vor Augen geführt, wie fragil diese freie Szene ist, weil sie in der pandemischen Ausnahmesituation nicht auf institutionelle Förderung und soziale Absicherung zurückgreifen kann. Die Gefahr, dass viele Künstlerinnen und Künstler wegen der notwendigen Eindämmungsmaßnahmen ihre Profession aufgeben müssen, ist sehr groß.

In dieser Situation sind die Bundeskulturfonds wichtige Akteure zwischen der Kulturpolitik des Bundes und den Künstlerinnen und Künstlern. NEUSTART KULTUR bestätigt, auch durch seine hohe Resonanz, diese Verantwortung der Bundeskulturfonds für eine lebendige Kulturlandschaft. Rund 150 Millionen Euro, mehr als das 10-fache ihres vorherigen Budgets, haben die Bundeskulturfonds schnell und ihren Profilen entsprechend spartenspezifisch zur Verwirklichung künstlerischen Arbeitens weitergegeben.   

Die Bundeskulturfonds treten dafür ein, auch in Zukunft als Partner des Bundes eine stabile und attraktive Infrastruktur für eine freie bedeutende Kulturszene zu gewährleisten. Hierfür gilt es, die Bundeskulturfonds stärker zu profilieren und sie angemessen auszurichten. Ein nachhaltiges, dreijähriges Impulsprogramm – 50 Millionen für die Fonds – ab 2021 würde den Übergang in die Post-Corona-Zeit für die Künstlerinnen und Künstler abfedern und der Kunst eine wichtige Basis sichern.

Die Bundeskulturfonds sind autonome Fördereinrichtungen, getragen von bundesweit engagierten Kunst- und Kulturverbänden, und werden finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

17. November 2020
AG Bundeskulturfonds


Ansprechpartner:
Dr. Karin Lingl, Sprecherin der AG, Stiftung Kunstfonds, klingl@kunstfonds.de
Jürgen Jakob Becker, Deutscher Übersetzerfonds, becker@lcb.de
Holger Bergmann, Fonds Darstellende Künste, holger.bergmann@fonds-daku.de
Mechthild Eickhoff, Fonds Soziokultur, eickhoff@fonds-soziokultur.de
Gregor Hotz, Musikfonds, hotz@musikfonds.de
Prof. Dr. Gunther Nickel, nickel@deutscher-literaturfonds.de

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Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien: Sommervergabe
Pressemitteilung vom 24.07.2020

Die Vergabe von 73 Stipendien in der Gesamthöhe von 325.500 Euro hat die Jury des Deutschen Übersetzerfonds in ihrer zweiten Vergaberunde dieses Jahres beschlossen. Die Statistik verzeichnet 18 berücksichtigte Ausgangssprachen, neun Sachbücher, sieben Lyrikprojekte, vier Kinder- und Jugendbücher, drei Theaterprojekte, zwei Essays und, der Bewerbungslage entsprechend, ein breites Spektrum von Prosawerken. Der Frauenanteil der Geförderten liegt bei 65%.

Exzellenzstipendien für besonders anspruchsvolle Übersetzungsprojekte erhalten Rainer G. Schmidt (Henry David Thoreau/ Englisch), Eva Profousová (Radka Denemarková/ Tschechisch) und das Kollektiv Franziska Muche, Carola Heinrich, Hedda Kage, Stefanie Gerhold, Miriam Denger und Cornelia Enger mit einem Projekt zur „Neuen spanischsprachigen Dramatik“.

49 Arbeitsstipendien für derzeit laufende Übersetzungsprojekte werden u. a. vergeben an Matthias Friedrich (Norwegisch), Yvonne Griesel (Englisch) und Regine Kühn (Russisch). Mit dem Brockes-Stipendium werden Regina Rawlinson, Karl-Ludwig Wetzig und Susanne Dahmann ausgezeichnet. Das Gottsched-Stipendium erhalten Christian Kolb und Birgit Salzmann. Das mit einem Mentorat verbundene Bode-Stipendium wird u.a. Anna Eble (Niederländisch) und Sina de Malafosse (Französisch) gewährt. Initiativstipendien für die Vermittlungsarbeit vielversprechender Übersetzungsprojekte erhalten u. a. Oswald Egger (Chinesisch), Rosemarie Tietze (Russisch) und Lena Dorn (Tschechisch). Ein Reisestipendium geht an André Bastian (Spanisch).

Der Jury gehörten Sabine Berking, Regine Elsässer, Karin Krieger, Martin Mittelmeier und Uljana Wolf an.

Die nächste Stipendienvergabe erfolgt im November 2020, die Bewerbungsfrist ist der 15. September 2020. Weitere Informationen dazu unter www.uebersetzerfonds.de.

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Neustart Kultur – Der Deutsche Übersetzerfonds legt neue Programme auf
Pressemitteilung vom 10.07.2020

Der Deutsche Übersetzerfonds legt Programme unter dem Titel „Neustart Kultur“ auf, die mit 5 Mio Euro aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung finanziert werden. Sie schaffen neue Impulse für die Übersetzungskultur in Deutschland.

Im Zentrum stehen dabei die literarischen Übersetzerinnen und Übersetzer selbst sowie die Entfaltung ihrer künstlerischen Produktivität. Das Stipendienangebot des Deutschen Übersetzerfonds wird umfänglich erweitert. Das neue Programm extensiv initiativ aktiviert Übersetzerinnen und Übersetzer als Initiatoren neuer Übersetzungsprojekte und bezieht die Verlage als Partner mit ein – ein Beitrag zur Vielfalt unserer literarischen Kultur. Mit den RADIAL-Stipendien werden die in der Bundesrepublik lebenden Übersetzer·innen aus dem Deutschen in andere Zielsprachen erstmals einbezogen.

Ein mit 1,5 Mio Euro ausgestatteter Projektfonds unterstützt neue Angebote von Kultureinrichtungen und Initiativen der freien Szene, die sich dem literarischen Übersetzen und seinen Protagonisten widmen.Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung innovativer Formen der Sicherung und Vermittlung übersetzerischen Wissensin einer neuen Onlineplattform. Gestärkt werden die Aktivitäten des TOLEDO-Programms, das neue Veranstaltungsformate entwickelt und die internationale Vernetzung voranbringt. Zur digitalen „Ausweitung der Übersetzerzone“ gehören u.a. die Erprobung von social translating und die Gründung einer virtuellen „Republik der Übersetzer·innen“. Aus der bestehenden „Journal“-Reihe wird ein virtuelles Archiv des Übersetzens im Hier und Jetzt erwachsen.

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Andreas Tretner wird August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessor an der Freien Universität Berlin im Wintersemester 2020/21
Pressemitteilung vom 06.05.2020

Deutscher Übersetzerfonds fördert Lehrtätigkeit im Wintersemester 2020/21

Der Berliner Übersetzer Andreas Tretner wird im Wintersemester 2020/21 die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung bekleiden. Die vom Deutschen Übersetzerfonds und der Freien Universität Berlin 2007 ins Leben gerufene Gastprofessur ist die erste Professur für Poetik der Übersetzung im deutschsprachigen Raum und wird jährlich im Wintersemester am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eingerichtet.

Andreas Tretner wurde 1959 in Gera geboren und hat nach dem Diplom zunächst als Fachübersetzer für die Sprachen Russisch und Bulgarisch gearbeitet. In der Wendezeit war er Lektor für slawische Sprachen im Reclam Verlag Leipzig. Seit 1991 arbeitet er als freier Literaturübersetzer aus dem Russischen, Bulgarischen, gelegentlich auch aus dem Tschechischen. Die Literatur der Gegenwart steht im Zentrum seines übersetzerischen Werks: russische Autoren wie Viktor Pelewin, Vladimir Sorokin, Michail Schischkin und Pjotr Ilitschewski, und bulgarische Autoren wie z.B. Christo Karastojanow und Angel Igov.

Andreas Tretner wurde mit dem Förderpreis zum Leipziger Buchpreis für europäische Verständigung (1998), dem Paul-Celan-Preis (2001) und dem Internationalen Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt (mit Michail Schischkin, 2011) ausgezeichnet. 2009 war er Translator in Residence am Europäischen Übersetzerkollegium Straelen, 2010 und 2012 an der Universität Tübingen, 2015 am Slavischen Institut der Uni Basel.

„Poetik der Übersetzung“ – der anspruchsvolle Titel der Gastprofessur an der Freien Universität ist Programm. Seit ihrer Einrichtung hat sich die Professur als exponierter Ort der historischen Reflexion von Methoden und Theorien literarischen Übersetzens und der literatur- und kulturgeschichtlichen Relevanz des Übersetzens etabliert. Das schließt die kritische Reflexion eigener und fremder Übersetzungsmethoden ebenso ein wie die vergleichende Textanalyse. August Wilhelm von Schlegel symbolisiert als Namenspatron der Professur den poetologischen Anspruch des Übersetzens: In seinem Schaffen verbinden sich philologische Forschung, eigene Dichtung und literarische Übersetzung miteinander. Nicht zuletzt seine Übersetzungen aus dem Altindischen (Bhagavad-Gita), dem Italienischen (Dante), dem Spanischen (Calderón, Cervantes) und dem Englischen (Shakespeare) machen ihn zu einer Schlüsselfigur der Literaturtheorie als Translationstheorie.

Seine öffentliche Antrittsvorlesung wird Andreas Tretner Ende Oktober 2020 halten. Ort und genauer Zeitpunkt werden noch bekannt gegeben.

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Deutscher Übersetzerfonds vergibt Stipendien: Frühjahrsvergabe
Pressemitteilung vom 06.04.2020

Die Vergabe von 60 Stipendien in der Gesamthöhe von 317.500 Euro hat die Jury des Deutschen Übersetzerfonds in ihrer ersten Vergaberunde dieses Jahres beschlossen. Die Statistik verzeichnet 23 berücksichtigte Ausgangssprachen, acht Lyrikprojekte, drei Theaterübersetzungen, zwei Kinder- und Jugendbücher, eine Graphic Novel, zehn Übersetzungen aus dem Bereich Sachbuch/Essay sowie, der Bewerbungslage entsprechend, ein breites Spektrum von Prosawerken. 73% der Begünstigten sind Frauen.

Exzellenzstipendien für besonders anspruchsvolle Übersetzungsprojekte erhalten u.a. Tanja Handels (Bernadine Evaristo / Englisch), Christian Hansen (César Aira / Spanisch), Olga Radetzkaja (Polina Barskova / Russisch) und Timea Tankó (Miklós Szentkuthy / Ungarisch). 

35 Arbeitsstipendien für derzeit laufende Übersetzungsprojekte werden u. a. vergeben an Arna Aley (Litauisch), Elke Ranzinger (Norwegisch), Andrea Stumpf (Englisch) und Anja Utler (Slowakisch). Mit dem Brockes-Stipendium werden Gerhard Meier, Kathrin Razum und Frank Weigand ausgezeichnet. Das mit einem Mentorat verbundene Bode-Stipendium wird u.a. Benjamin Dittmann-Bieber, Eva Regul und Claudia Voit gewährt. Initiativstipendien für die Vermittlungsarbeit vielversprechender Übersetzungsprojekte erhalten u. a. Marie-Luise Alpermann, Kristiane Lichtenfeld und Halina Nitropisch.

Der Jury gehörten Christiane Körner, Sabine Küchler, Anna Leube, Kristof Magnusson und Burkhard Müller an.

Die nächste Stipendienvergabe erfolgt im Juli 2020, die Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2020.

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