Satzung

Deutscher Übersetzerfonds

Satzung

§ 1

Name, Sitz und Rechtsform

1. Der Verein führt den Namen Deutscher Übersetzerfonds e.V.

2. Der Verein (im folgenden Deutscher Übersetzerfonds genannt) hat seinen Sitz in Berlin.

3. Er soll ins Vereinsregister eingetragen werden

§ 2

Ziele und Aufgaben

1. Zweck des Deutschen Übersetzerfonds ist es, die Kunst des Übersetzens zu fördern und damit der qualitätvollenVermittlung fremder Literaturen ins Deutsche, der Völkersverständigung, der Sprachkultur und dem literarischen Leben zu dienen. Er kann dafür Mittel entgegennehmen und einwerben.

2. Seinen Zweck soll er insbesondere erfüllen durch die Vergabe von Fördermitteln an Übersetzerinnen und Übersetzer. Diese Fördermittel können u.a. bestimmt sein für

Arbeitsstipendien

Reise- und Aufenthaltsstipendien

Fortbildungsstipendien

Prämien und Auszeichnungen.

Die Übersetzerinnen und Übersetzer müssen sich durch ihre bisherige Arbeit ausgewiesen haben. Die weiteren Vergabedingungen legt der Vorstand fest. Über die Vergabe entscheidet eine fachkundige Jury.

3. Darüberhinaus kann der Deutsche Übersetzerfonds Initiativen und Projekte unterstützen, die der Entwicklung der Übersetzungskunst förderlich sind.

 

§ 3

Gemeinnützigkeit

Der Deutsche Übersetzerfonds verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig und dient keinerlei eigenwirtschaftlichen Zwecken. Der Deutsche Übersetzerfonds erstrebt keinen Gewinn.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke des Vereins verwendet werden. Die Mitglieder der Organe des Vereins können für ihre Tätigkeit eine angemessene Vergütung erhalten. Über die Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4

Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 5

Mitglieder

1. Mitglieder des Vereins können Vereinigungen oder Institutionen sein, die einen oder mehrere Bereiche des literarischen Lebens seit einem längeren Zeitraum vertreten und deren Tätigkeit vorwiegend überregional in der Bundesrepublik Deutschland von Bedeutung ist (Mitgliedsorganisationen). Gründungsmitglieder sind

die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung e.V.

der Deutsche Literaturfonds e.V.

das Europäische Übersetzer-Kollegium Nordrhein-Westfalen in Straelen e.V.

der Freundeskreis zur internationalen Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e.V.

das Kulturwerk deutscher Schriftsteller e.V.

das Literarische Colloquium Berlin e.V.

der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V.

die Verwertungsgesellschaft WORT (Rechtsfähiger Verein kraft Verleihung).

2. Jede Mitgliedsorganisation hat eine Stimme.

3. Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet die Mitgliederversammlung.

 

§ 6

Mitgliedsbeitrag

Art und Höhe des Mitgliedsbeitrags wird von den Mitgliedern einstimmig festgesetzt.

§ 7

Ende der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, durch Auflösung der Mitgliedsorganisation oder durch Ausschluß.

2. Der Austritt ist dem Vorstand mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Geschäftsjahres mitzuteilen.

3. Bei schwerwiegendem Verstoß eines Mitgliedes gegen Satzung oder Interessen des Deutschen Übersetzerfonds kann die Mitgliederversammlung den Ausschluß des Mitgliedes beschließen.

 

§ 8

Organe

Organe des Deutschen Übersetzerfonds sind:

a) die Mitgliederversammlung

b) der Vorstand.

§ 9

Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung besteht aus den Vertretern der Mitgliedsorganisationen. Jede Mitgliedsorganisation kann bis zu zwei Vertreter entsenden, hat jedoch nur eine Stimme.

2. Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

a) den Vorstand und Sprecherin oder Sprecher sowie deren Stellvertreterin oder Stellvertreter zu wählen,

b) die Kassenprüfer zu wählen,

c) den Haushaltsplan zu beschließen

d) den Tätigkeitsbericht des Vorstandes entgegenzunehmen

e) den Vorstand zu entlasten,

f) Mitglieder aufzunehmen oder auszuschließen,

g) die Mitgliedsbeiträge festzusetzen,

h) über Satzungsänderungen zu beschließen,

i) über die Auflösung des Vereins zu beschließen,

j) das Statut über Wahl, Zusammensetzung, Amtsdauer und Arbeitsweise der jeweiligen Jury zu beschließen.

 

§ 10

Sitzung

1. Die Mitgliederversammlung wird von der Sprecherin oder dem Sprecher mindestens einmal jährlich und unter Mitteilung der Tagesordnung schriftlich und unter Einhaltung einer Monatsfrist einberufen.

2. Beantragt mindestens ein Drittel der Mitglieder die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, so ist diese von der Sprecherin oder dem Sprecher innerhalb eines Monats entsprechend den Bestimmungen des Abs. 1 einzuberufen.

3. Der Vorstand kann sachverständige Gäste (insbesondere Vertreter des Bundes, der Länder und weiterer Behörden, Stellen und Institutionen) zu den Sitzungen hinzuziehen.

4. In den Sitzungen führt die Sprecherin oder der Sprecher den Vorsitz, im Falle ihrer Verhinderung Stellvertreterin oder Stellvertreter.

5. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn zwei Drittel aller Mitglieder anwesend sind. Abgestimmt wird mit einfacher Stimmenmehrheit. Für die Aufnahme und den Ausschluß von Mitgliedern und Satzungsänderungen ist Dreiviertelmehrheit aller (auch der nicht anwesenden) Mitglieder erforderlich. § 6 bleibt davon unberührt.

6. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung wird eine Niederschrift gefertigt, die von Sprecherin oder Sprecher, im Falle ihrer Verhinderung Stellvertreterin oder Stellvertreter, und von Geschäftsführerin oder Geschäftsführer zu unterschreiben sind.

 

§ 11

Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus Sprecherin oder Sprecher und deren Stellvertreterin oder Stellvertreter und einem oder drei weiterer Mitglieder. Sprecherin oder Sprecher und deren Stellvertreterin oder Stellvertreter sind Vorstand im Sinne von § 26 BGB. Jeder von ihnen besitzt Einzelvertretungsbefugnis.

2. Die Mitglieder des Vorstands werden für drei Jahre gewählt.

§ 12

Geschäftsführerin/Geschäftsführer

1. Die Geschäftsführerin oder der Geschäftsführer wird vom Vorstand bestellt.

2. Die Geschäftsführerin oder der Geschäftsführer leitet die Geschäftsstelle des Deutschen Übersetzerfonds. Sie oder er führt Beschlüsse der Mitgliederversammlung durch und nimmt die laufenden Angelegenheiten des Deutschen Übersetzerfonds wahr. An den Sitzungen der Jury nehmen sie mit beratender Stimme teil.

 

§ 13

Finanzierung

Der Deutsche Übersetzerfonds soll finanziert werden durch

a) Zuwendungen des Bundes, der Länder und Kommunen,

b) Spenden und Schenkungen.

§ 14

Auflösung

1. Für den Beschluß über die Auflösung des Deutschen Übersetzerfonds ist die Anwesenheit von drei Vierteln aller Mitglieder erforderlich. Die Mitgliederversammlung muß ausdrücklich mit dem Tagesordnungspunkt Auflösung eingeladen sein. Ist eine Mitgliederversammlung für eine Auflösung nicht beschlußfähig, kann eine weitere einberufen werden, die dann auf jeden Fall beschlußfähig ist.

2. Die Liquidation wird durch die Geschäftsführerin oder den Geschäftsführer durchgeführt, soweit die Mitgliederversammlung, die die Auflösung beschließt, keine anderen Liquidatoren bestellt.

3. Im Falle des Ausscheidens von Mitgliedern sowie bei Auflösung des Vereins findet eine Erstattung etwaiger Zuwendungen an den Verein sowie eine Verteilung von Vereinsvermögen an die Mitglieder nicht statt.

4. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zur Verwendung für solche kulturelle Zwecke, welche den Zwecken des Deutschen Übersetzerfonds möglichst nahekommen. Der Beschluß über die Vermögensübertragung bedarf zu seiner Wirksamkeit der Zustimmung des zuständigen Finanzamtes.

 

Berlin, den 12. September 1997 (mit Änderung vom 12. Februar 2012)


Dr. Gerhard Dette, Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung e.V.


Dr. Gerhard Dette, Deutscher Literaturfonds e.V.


Claus Sprick, Europäisches Übersetzer-Kollegium Nordrhein-Westfalen in Straelen

Rosemarie Tietze, Freundeskreis zur internationalen Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e.V.

Sabine Herholz, Kulturwerk deutscher Schriftsteller e.V.

Dr. Ulrich Janetzki, Literarisches Colloquium Berlin e.V. Helga Pfetsch, Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V. Iris Mai, VG Wort (Rechtsfähiger Verein kraft Verleihung)