Englisch-Seminar für Literaturübersezer „Frischen Wind in den Kopf kriegen“ 2008

Aus dem Bericht der Seminarleiter

 

 

„Die Grundstruktur des Seminars haben wir beibehalten: Ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen zum Übersetzungsansatz und zur stilistischen Annäherung an einen Text haben wir vier Texte aus der britischen und amerikanischen Gegenwartsliteratur, die die Teilnehmer zum Teil vorab, zum Teil im Seminar übersetzten, in ihren möglichen deutschen Fassungen detailliert besprochen. Dabei wurden die verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten in ihrer Wirkung beschrieben, diskutiert und eingeordnet. Auf Anregung der Teilnehmer des ersten Seminars sind wir diesmal didaktisch abwechslungsreicher vorgegangen und haben beispielsweise die Übersetzungen in Tandemteams vorlektorieren  oder Textpassagen in Kleingruppen übersetzen lassen. Beides wurde von den Teilnehmern als hilfreich empfunden und führte zu fruchtbaren Plenumsdiskussionen.

 

 

Ergänzend zur Textarbeit haben wir in Vorträgen verschiedene Typen und Stilmittel des Humors klassifiziert, Black English als Sondersprache vorgestellt, aus der die englische Gegenwartssprache immer wieder lexikalischen Nachschub bezieht, Wortspiele und ein praktisches Verfahren zu ihrer adäquaten Übersetzung betrachtet sowie in acht kurzen Einheiten unter dem Stichwort „Kontrastive Gymnastik“ wichtige syntaktisch-lexikalische Strukturen des Englischen und ihre deutschen Übersetzungsmöglichkeiten untersucht. Auch in die kontrastive Gymnastik haben wir auf Anregung aus dem letzten Seminar mehr Abwechslung gebracht und die übersetzungstechnischen Erkenntnisse selbständiger erarbeiten lassen.

(…)

Wir haben uns bemüht, den Teilnehmern viele Anregungen zu bieten. Dass das ankam, freut uns. Wir haben sehr genossen, dass die Gruppe von Anfang an außerordentlich kollegial und engagiert zusammenarbeitete. Respekt und Sympathie untereinander ergaben eine geradezu ideale Arbeitsatmosphäre, die allen Beteiligten Freude gemacht hat.

(Christiane Buchner und Frank Heibert)